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Glioblastom

Informationen für Betroffene und Angehörige

Glioblastom: Ursachen und Entstehung

Die Ursachen, die zur Entstehung von Glioblastomen führen, sind bis heute nicht geklärt. Ein wesentlicher Auslöser, der zur Entstehung bösartiger Neubildungen führt, ist radioaktive Strahlung. Hohe Dosen radioaktiver Strahlung führen zu Veränderungen des Erbguts von Zellen, die dann entarten können. Immer wieder wird auch über ein erhöhtes Hirntumorrisiko durch die Nutzung von Mobiltelefonen diskutiert. Bis heue konnten epidemiologische Studien einen Zusammenhang zwischen der Benutzung eines Handys und dem Auftreten eines Hirntumors weder eindeutig be- noch widerlegen.


Ebenfalls noch unklar ist, ob es genetische Faktoren gibt, die das Entstehen von Hirntumoren begünstigen. Um eventuellen erblichen Faktoren auf die Spur zu kommen, führen Wissenschaftler momentan eine Studie durch, an der sich 15 Forschungszentren weltweit beteiligen. Bei dieser Studie wird die DNA von Familien untersucht und ausgewertet, bei denen mehrfach Hirntumorerkrankungen aufgetreten sind.

Um eine eventuelle vorhandene Vererbbarkeit von Gliomen weiter zu erforschen bzw. andere Auslöser zu erkennen, führt die Deutsche Hirntumorhilfe seit 2003 ein Register, das familiär gehäuft auftretende Hirntumoren erfasst. Dazu werden Daten von Familien erfasst, bei denen mindesten zwei direkt verwandte Menschen an einem Gliom erkrankt sind (Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei der Deutschen Hirntumorhilfe unter der Rufnummer 03 41/5 90 93 96).

Eingeteilt werden Tumoren nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation in vier Grade: Tumoren der Grade I und II werden als gutartig betrachtet. Bei den Graden III und IV handelt es sich um bösartige Tumoren. Ein Glioblastom wird mit dem Grad IV eingestuft, d. h. es handelt sich um einen bösartigen, schnell wachsenden Tumor.

Glioblastome sind meist primäre Tumoren, d. h. sie entstehen völlig neu und sind keine Metastasen anderer Tumoren. Sie können sich jedoch auch aus Gliomen niedrigerer Bösartigkeit – meist Astrozytomen – entwickeln. Es kann auch vorkommen, dass sich nach der Therapie eines Astrozytoms ein Glioblastom als Rezidiv bildet. Ist dies der Fall, werden diese Tumoren sekundäre Glioblastome genannt.

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  • Neuroonkologie: mit neuen Methoden gegen Glioblastome 18.09.2014
    Jedes Jahr wird bei 7.000 Menschen in Deutschland ein bösartiger primärer Hirntumor diagnostiziert, Tendenz steigend. Diese Glioblastome sind äußerst aggressiv. Trotz intensiver Strahlen- und Chemotherapie sowie operativer Tumorentfernung sterben die meisten Patienten innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Diagnose.